Foto Credits: Rüdiger Breitbach
« Im Tanz wohnt für mich eine große Freiheit, die jedem Menschen über seinen eigenen Körper und unabhängig von seiner äußeren Situation zugänglich ist. Durch den Tanz suche ich danach, den Körper als Ausdrucksmittel zu erfahren und eine physische Sprache zu entwickeln. Eine Sprache, in der man sich unabhängig von sozialen und generationell bedingten Grenzen, kulturellem Stigma oder politischen Barrieren, unabhängig von Herkunft oder Muttersprache mit anderen Menschen über die Kunst verständigen kann. »
Ein Tanzstück über das gemeinsame Tragen. Über das Sehen der anderen Generationen und über die Kraft, die in dem Dialog dieser weit auseinander liegenden Zeiten und Erfahrungswelten liegt.
Auf der Bühne sind Tänzer*innen zwischen jung und alt. Mit und ohne Behinderung. Manche von ihnen sind zum ersten Mal auf der Bühne. Sie öffnen das Gepäck ihrer Vergangenheiten. Dort befinden sich schwere, leichte, kaum handhabbare, bequem zu tragende, vollgestopfte, neue, schonmal ausgepackte Päckchen. Ihre Hände und Körper werden zu Flächen, um das Gewicht dieser Fundstücke aufzunehmen, weiterzugeben, abzulegen und herumzuwirbeln. Sie tragen und werden getragen, fallen und fangen auf. Darin verschwimmen die Grenzen ihrer Vergangenheiten und die Päckchen des Einzelnen werden zu den Päckchen der Anderen.
Ein Stück über das Weglaufen wollen und Wiederkehren. Über das Hinschauen, auch wenn jemand die Tür verschlossen hält. Über Hoffnung und Hände, die ein Netz bilden, das jemanden weiterträgt.
Künstlerische Leitung, Choreographie: Lina Höhne, Teresa Hoffmann
Musikalische Leitung: Christine Börsch-Supan
Tanz: Azoumi Magdalena Abodji, Jonas Glassmann, Caroline Hatje, Teresa Hoffmann, Michael Jezek, Mathilde Löthe, Clara-Marie Müller
Bühne: Stefan Pinl
Sound, Licht, Graphik: Phillip Staffa
Dramaturgie: Heike Bröckerhoff, Alina Tammaro
Fotos: Jonas Fischer
Tanzpädagogische Begleitung: Nathaly Wuttke
Produktionsassitenz: Lee Mülders
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: STÜCKLIESEL / JES Stuttgart
We carry ist eine Koproduktion zwischen Teresa Hoffmann, Lina Höhne und dem Jungen Ensemble Stuttgart und in Zusammenarbeit mit dem FUNDUS Theater, Hamburg.
Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg sowie vom Fonds Darstellende Künste im Programm Produktionsförderung aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und
Medien. Ein besonderer Dank gilt außerdem der Unterstützung durch das Jugendamt Stuttgart, der Diakonie Stetten und der Camphill Schulgemeinschaften e.V., Standort Brachenreuthe.
Teaser: https://www.youtube.com/watch?v=zUk8t_UKPRw
Das Projekt Tanz unplugged hat sich zum Ziel gesetzt ein pandemiegerechtes Tanzformat zu entwickeln, welches ohne den digitalen Raum funktioniert.
Als wegbereitend galt die Ausweitung des choreographischen Horizontes; Bild und Text sollten zum zentralen Element eines performativen Prozesses gemacht werden. Wunsch war es, etwas Haptisches zu entwerfen, das greifbar und somit körperlich erfahrbar bleibt. Etwas, das Berührung und Zwischenmenschlichkeit auch über gegebene Distanzen transportiert.
Es enstand die Idee einer Postkarten- Reihe. Um diese Idee umzusetzen, hat Choreographin Lina Höhne gemeinsam mit dem Grafikdesigner Bruno Jacoby, ein Format entwickelt, das, ausgehend von großen Postkarten, über Perforierungen mehrfach teilbar ist und somit bis zu fünfmal versendet werden kann. Diese Idee soll ermöglichen, trotz "social distancing", das bestehende, soziale Netzwerk einer/s Jeden nutzen zu können, zugunsten einer gemeinchaftliche Aktion und Vernetzung jenseits digitaler Strukturen. Neben der Möglichkeit der Fragmentierung der Karte, enthält sie ebenfalls Scores, welche den Körper einbeziehen. Als Motiv der Reihe dienen Bilder des Fotografen Rüdiger Breitbach, die während der Produktion des generationsübergreifenden Tanzstückes re-member von Teresa Hoffmann und Lina Höhne entstanden sind (März 2020, kurz vor weitreichenden Einschränkungen). Die fotografischen Relikte zeugen von (noch) uneingeschränkter Nähe zwischen Körpern und Generationen und stellen neu profilierten Körperordnungen von Distanz und Individualisierung eine Erinnerung gegenüber.
Der Weg der Karten und Motive kann als choreografischen Prozess begriffen werden, der sich auf zwischenmenschliche Ebene begibt und durch privaten und öffentlichen Raum hindurch partizipativ verbindend, vernetzend und vereinzelnd wirkt ... Das Publikum ist gleichsam Sender und Empfänger der haptischen Botschaften und deren Fragmente: Bewegungen und Wege sowie Beteiligte und Agierende bleiben dabei flüchtig. Durch die Fragmentierung und Teilbarkeit der Postkarten verbleibt immer ein Teil der Reise unsichtbar, - ungreifbar.
„Der andere da drüben, nah in seiner Entfernung, gespannt, eingefaltet, entfaltet, verbogen, hallt in meinen Gelenken wider. Ich nehme ihn eigentlich weder mit den Augen noch mit dem Gehör noch durch Berührung wahr. Ich nehme nicht wahr, ich halle wider. Hier bin ich, gekrümmt von seiner Krümmung, geneigt nach seinem Winkel, angestoßen von seinem Schwung. Sein Tanz hat an meinem Platz begonnen.“ (Jean-Luc Nancy, Ausdehnung der Seele)
Künstlerische Leitung: Lina Höhne
Co-Creation und Design: Bruno Jacoby
Co-Creation: Kosmas Dinh
Fotos: Rüdiger Breitbach
Tänzerinnen: Teresa Hoffmann, Lina Höhne, Ume Horikoshi, Kadysha N´Diaye, Natascha Golubtsova, Clara Marie Müller
Pforzheim / Karlsruhe / Enzkreis, Juli-Dezember 2021
Das Projekt wurde gefördert durch ein Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden- Württemberg.
Für das re-member Team, das sich aus Menschen unterschiedlicher Generationen ab 8 Jahren zusammensetzt, war der Umgang mit den eigenen Schutzreflexen der Ausgangspunkt für eine körperliche Beschäftigung mit Angst und Vertrauen. Sie suchten nach einem absolut offenen physischen Miteinander und den Grenzen darin. Nach einer viermonatigen Probenpause und coronabedingten Abstandsregeln hatten sich der Prozess und die Bezüge gewandelt: Das Nicht-Menschliche wurde zum Raum der Annäherung, Kontaktaufnahme, Öffnung, aber auch zum Ort der Begegnung mit der Einsamkeit, Verlust und Vergänglichkeit. Die Tänzerinnen ließen sich auf einen Prozess der Verwandlung ein, um sich mit den Kreisläufen des Lebens zu verbinden, um mit den Lebewesen und Dingen in Beziehung zu treten - als Schutz, als Erweiterung, als Erinnerung an einer Verbundenheit.
Künstlerische Leitung: Teresa Hoffmann & Lina Höhne
Musikalische Leitung: Christine Börsch Supan
Dramaturgie: Claude Jansen
Tanz und Co-Creation: Natascha Golubtsova, Teresa Hoffmann, Um Horikoshi, Clara Müller und Kadysha N´Diaye
Bühne: Stefan Pinl
Textile Gestaltung: Nicole Kiersz
Eine Produktion von Teresa Hoffmann und K3 / Tanzplan Hamburg.
Gefördert von: Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Claussen- Simon- Stiftung, Hamburgische Kulturstiftung, Fonds Darstellende Künste, Gisela Bartels-Stiftung, K3 / Tanzplan Hamburg.
Teaser: https://vimeo.com/446416454
Trailer: https://vimeo.com/469437939
Die Winterreise - Szenische Einblicke ist eine tänzerisch- musikalische Neuinterpretation des berühmten Liederzyklus der Winterreise von Franz Schubert, mit und durch Insassen der JVA Adelsheim.
Mit den Worten »fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus» beginnt Schuberts Liederzyklus. Schubert im Strafvollzug? Dies mag im ersten Augenblick befremdlich klingen. Jedoch bearbeitet Schubert in seiner fast 200 Jahre alten Vertonung der Texte von Wilhelm Müller urmenschliche Themen, die sich auch im Jugendvollzug - man könnte sogar behaupten im Besonderen hier - wiederfinden lassen. Einsamkeit, Sehnsucht, Verzweiflung, Kälte, Schmerz, Trauer aber auch Hoffnung und Mut. Themen, die wohl jeden (jungen) Menschen begleiten.
Mit der Interpretation von Schuberts Winterreise haben Anna Sophie Brüning und Lina Höhne versucht eine Brücke zu schlagen, zwischen einem Werk der Vergangenheit hinein in eine sehr spezifische Welt - einem meist schwer betretbaren Teil unserer Gesellschaft.
Musikalische Leitung: Anna-Sophie Brüning
Choreografie: Lina Höhne
Februar 2019, Jugendvollzugsanstalt Adelsheim.
Konzept und Choreografie: Lina Höhne
Tanz: Lina Höhne, Teresa Hoffmann
Lina Höhne setzt sich in ihrer Choreografie Staging Echoes mit dem Körper als Resonanzraum auseinander. Erinnerung, Wiederholung, Manipulationen und das Echo von gelegten Spuren werden zur Grundlage für die Choreografie. Bachs unvollendeter Contrapunctus aus der Kunst der Fuge dient als Rahmung des Stückes. Angelegt an die Übersetzung von Fuge - fuga im Latein bedeutet Flucht — entziehen sich die Bewegungen jeder Festlegung in einem Bühnenscore — sie werden durch das Zuhören immer wieder neu gefunden. Etwas unvollendetes, dennoch Wider- und Wiederhallendes schwingt zwischen den beiden Körpern.
Juni 2018, master pieces, Kampnagel, Hamburg.
Foto Credits: Christian Scholz
Konzept und Performance: karljüngst&höhne
In unserer performativen Installation raumanordnung beschäftigten wir uns mit der Architektur der dem Abriss geweihten Östlichen Karl-Friedrich-Straße 7 in Pforzheim. In der Auseinandersetzung mit dem Innen & Außen, einem „Wir“ & „Euch“ eröffneten wir Formate des Dialoges, in Form von täglichem Training und täglichen Performances.
karljüngst&höhne ist ein junges Performance-Kollektiv aus Hamburg und studierte gemeinsam ihren M.A. Performance Studies. Es studierte ausserdem zeitgenössische Tanzpädagogik, Theater- und Tanzwissenschaft, Philosophie und Schauspiel in München, Berlin, Stockholm, Jerusalem und Wien.
Kontakt: [email protected]
Februar 2016, Pforzheim, LAF / Leerstand als Freiraum e.V.
Foto Credis: Stefan Pinl
Konzept und Choreografie: Lina Höhne
Tanz: Lina Höhne, Ayelet Yekutiel, Nadia Arouri
Video: Rüdiger Breitbach, Xavier Lucy
the third generation ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit politisch-nationalen Zusammenhängen der vergangenen 70 Jahren in Österreich/Deutschland, Israel und Palästina anhand der Biographien und Sichtweisen dreier Tänzerinnen.
«We are three artists, joined in our encounter where we are facing the reality on the ground. We are not attempting to represent our countries, for we don't identify with national identity and - just as much - seek a world that is not defined by it.
Our intention is to shed light on our reality as a third generation and how it has shaped us as women, as artists and as humans. It shaped our bodies and being.
We are encountering our history that shaped our story and is still shaping our path. We choose to move, therefore transforming life within us and hopefully within & for others.«
Residencies Januar bis Juli 2014: Tanzquartier Wien, Hangar Adama, Impulstanz Festival Wien 2014.
Gefördert von: BMUKK Wien, Tanzquartier Wien, Impulstanz Festival Wien, Hangar Adama, YANTE - Youth Art and Levante.
Foto Credits: Rüdiger Breitbach
Dance artist in residence: Lina Höhne
Organisation: YANTE - Youth, Art, and levante
Höhne war wiederholte Male als dance artist in residence bei der österreichisch- palästinensische Organisation YANTE - Youth, Art and Levante in Ramallah, Palästina tätig. Die wiederholten residencies haben Höhnes Arbeitsweise und Formate inspiriert und geprägt.
2011 war Höhne im Pilotprojekt EXILE choreografische Assistenz des Community Dance Choreografen Royston Maldoom in der Erarbeitung der Choreografie mit 100 Kindern aus der Westbank. Das erarbeitet Bühnenwerk wurde in Palästina in drei Aufführungen in Ramallah, Zembabwe und Jerusalem gezeigt.
Zwischen 2012 und 2016 war Höhne wiederholt vor Ort, um zeitgenössische Arbeitsweisen in Technik, Choreografie und Vermittlung zu unterrichten und Choreografien mit den jungen Student_innen zu erarbeiten. Das I CAN MOVE Programm war ein mehrjähriges tänzerisches Programm für junge Palästinenser_innen, welche durch regelmäßigen Unterricht zu Tanzlehrenden ausgebildet wurden.
Ausführliche Informationen über das Programm: http://www.yante-icanmove.org
Foto Credits: YANTE, Youth, Art & Levante
Konzept und Choreografie: Lina Höhne
Tanz: Anna Grüssinger, Sophia Hörmann, Sayed Labib
Gorgeous curves lovely fragments labyrinth on occasions entwined charms, a few stories at any longer sworn to gathered from a guileless angel and the hilt edges of old hearts, if they do in the guilt of deep despondency. (Akira Rabelais)
Keiner verlässt den Ort des Geschehens.
Alle Kreisen unaufhörlich. Mit geschlossenen Augen um die eigene Achse.
the hilt edges of old hearts ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Altstadt von Jerusalem, in welcher auf weniger als einem Quadratkilometer die drei monotheistischen Weltreligionen Islam, Christentum und Judentum zwischen Touristen und den Checkpoints des israelischen Militärs aufeinandertreffen.
Mai 2013, Short Works, Leonie Rysanek Saal, MUK Wien.
Foto Credits: Waltraud Brauner
Konzept: Rüdiger Breitbach und Lina Höhne
Video: Rüdiger Breitbach
Tanz: Lina Höhne
Spiegel im Spiegel ist eine Videoreihe des bildenden Künstlers Rüdiger Breitbach und der Tänzerin Lina Höhne, welche die gemeinsame Suche und Recherche einer Begegnung der Medien Video und Tanz darstellt. Hierin war die Fragen nach der Wahrnehmung von Körper(teilen) in Bewegung und die Frage nach Präsenz und dem Festhalten von Momenten im Bild inspirierend und richtungsweisend für die beiden Künstler.
Juli 2012, Essenz, Künstlerhaus Wien.
Foto Credits: Rüdiger Breitbach